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NZZ zu den Prämienverbilligungen


Fragen zur Studie des BAG, denn:  Nur 20% der Versicherten zahlen die durchschnittliche Standardprämie. 

Verschiedene regionale Medien berichten, dass der Kanton Basel-Landschaft in Sachen Belastung durch Krankenkassenprämien schlecht da stehe und schweizweit die "Hölle" darstelle. Diese Medien berufen sich dabei auf eine (in der Zwischenzeit veröffentlichte) Studie des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Interessant ist: Das Schweizer Fernsehen hatte damals, angesichts der nicht transparenten Faktenlage auf eine Berichterstattung verzichtet.

Die Studie des BAG verwendet als Vergleichsgrösse die durchschnittliche Standardprämie mit der tiefsten Franchise und mit Unfalldeckung. Diese Durchschnittsprämie eignet sich in keinster Weise zur Beurteilung der Wirksamkeit der Prämienverbilligung. Denn es wird völlig ausgeblendet, dass lediglich 20 Prozent der Versicherten die durchschnitteliche Standardprämie zahlen. Die grosse Mehrheit von 80 Prozent der Versicherten wählt beispielsweise höhere Franchisen oder alternative Versicherungsmodelle wie HMO und Hausarztmodell mit teilweise substanziellen Prämienrabatten. Also: Vier von fünf Baselbieterinnen und Baselbietern bezahlen deutlich weniger Prämie als es die verwendete Durchschnittsprämie suggeriert. Deshalb wird auch der tatsächliche Unterstützungsbedarf bei den Versicherten mit der BAG-Studie zu hoch eingeschätzt und die Wirksamkeit der Prämienverbilligung folglich als zu tief beurteilt.

Auch der Artikel in der NZZ vom 14. Dezember 2018  stellt einige kritische Fragen.