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Neues Lohnsystem / Neues Mitarbeitendengespräch (MAG) 


Regierungsrat Anton Lauber: Die Abschaffung des Systems der Erfahrungsstufen ist schon länger in Diskussion. Das aktuelle Lohnsystem ist zu schematisch. Eine sehr gute Leistung wird kaum honoriert, eine mangelhafte Leistung nicht konsequent genug reflektiert. Es besteht aktuell zwar die Möglichkeit, den Anstieg der Erfahrungsstufen zu beschleunigen oder zu verzögern. Von diesen Möglichkeiten wird in der Praxis jedoch kaum Gebrauch gemacht. 

  
Einige Grundgedanken zum neuen Lohnsystem: 

  1. Lohnsystem: Im heutigen Lohnsystem werden sehr gute Leistungen kaum honoriert. Das Honorierungssystem findet zu selten Anwendung. 

  2. Mitarbeitendengespräch (MAG): Mit dem neuen MAG besteht ein totalrevidiertes, neues Instrument der Mitarbeiterbeurteilung. 

  3. Kriterien: Die angewendeten Kriterien zur Beurteilung der Leistung sind objektiv und sachlich. Anzahl "Likes", gesteckte Bussenzettel, fehlende Elternreklamationen und Anzahl beförderte Schülerinnen oder Schüler sowie der erreichte Notendurchschnitt spielen darin mit Sicherheit keine Rolle.

  4. Lehrerschaft: Für die Lehrerschaft wird ein separates MAG-Formular entwickelt. Der Regierungsrat hat der Finanz- und Kirchendirektion (FKD, Lead) und der Bildungs-, Kultur- und Sport-Direktion (BKSD) einen entsprechenden Projektauftrag erteilt.

  5. Lohnsumme: Bei einer Lohnsumme von rund 600 Mio. CHF steht 1%, also rund 6 Mio. zur Verfügung, um leistungsgerecht respektive leistungsbezogen verteilt zu werden.

  6. Wertungen: Die Mitarbeitendenbeurteilung erfasst drei Wertungen: "ungenügend", "gut" und "sehr gut". 

  7. Lohnanstieg: Mit "gut" dürften rund zwischen 80% - 90% der Mitarbeitenden beurteilt werden. Sie erhalten einen entsprechenden jährlichen Lohnanstieg für gute Leistung und zunehmende Erfahrung. 

  8. Lohnanstieg: Vielleicht 5 - 10% erreichen die Bewertung "sehr gut". Sie erhalten einen leicht höheren jährlichen Lohnanstieg aufgrund ihrer sehr guten Leistungen.

  9. Lohnsteuerungsmatrix: Die Lohnsumme von 1% wird durch eine Lohnsteuerungsmatrix verteilt.

Ein paar weiterführende Gedanken: 

  1. Gedanke 1: Niemand muss als "ungenügend" qualifiziert werden, damit Geld zur Verfügung steht, einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit "sehr gut" honorieren zu können! 

  2. Gedanke 2: Wenn sehr viele Mitarbeitende eine sehr gute Beurteilung erhalten, fällt die einzelne Lohnerhöhung dementsprechend geringer aus. 

  3. Gedanke 3: Der "Teamgeist" wird niemals durch Mobbing ersetzt werden. Mobbing wird im Kanton Basellandschaft schlicht weg nicht geduldet, egal unter welchem Lohnsystem! 

  4. Gedanke 4: Unsere Vorgesetzten sind mit der Mitarbeitendenbeurteilung NICHT "überfordert". Sie werden auf das neue MAG und das neue Lohnsystem hin systematisch und qualitativ hochstehend aus- und weitergebildet.